Boeuf en daube à la provencale (geschmortes Rind, provenzalisch)

Oh wie schön!!! Es schneit…und alles so fein gepuderzuckert…

Bei diesem winterlich, weißen Wetter drängt es sich geradezu auf, nochmal an Weihnachten zu denken.

OK, ich gebe zu, daran muß eigentlich gar niemand mehr denken, aber es passt mir gerade so gut in den Kram! Oder besser, zum Rezept!

Wollte ich doch das heutige Boeuf en daube an Weihnachten machen (nach einer Empfehlung meines, im letzten Artikel schon erwähnten Kollegen Thomas…)

Ordentlich Wein, langes Schmoren…das schreit nach intensivem Aroma und butterzartem Fleisch…und da sich elterlicher Besuch, der königlich bedient werden wollte und (mindestens) fürstlich speisen sollte („aber bitte ohne Fisch, Wild, o.Ä.“ ), angekündigt hatte, war ich im ersten naiven Augenblick begeistert von dem Rezept…

Beim nochmaligen Durchgehen der „Weihnachtstage-Planung“ wurde klar, dass viel passieren durfte, nur kein verpatztes Essen, daher besser wohl doch keine Experimente und so wurde das Rezept wieder beiseite gelegt…

…und dann war Weihnachten vorbei…und die „Tage dazwischen“ …und Sylvester…und es wurde mild…beinahe frühlingshaft …

Aber eines Morgens:

Frrrrr…der Himmel klar…die Luft eiskalt…Wintereinbruch!

Wenn nicht jetzt ein ursprünglich als Weihnachtsschmaus angedachtes Rezept testen, wann dann?

Man braucht eine handvoll Gewürze und Kräuter…

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die gängigen „Schmorzutaten“ …

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und einen Tag Zeit, das Fleisch in Wein und Essig ziehen zu lassen.

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Vom „Rausholen des Fleischs aus der Marinade“ am nächsten Tag…

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…bis zum Anrichten am Abend muß man dann mit einem permanenten Wohlgeruch in der Nase leben!

Ernsthaft, die Küche hat den ganzen Tag nach den herrlichen Gewürzen und Kräutern geduftet! Den provenzalischen Teil übernehmen, neben dem Wein, Oliven, die mit geschmort werden…

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Dazu gab’s  geröstetes Brot…einfach Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, etwas Rosmarin und Knoblauch darin anrösten, zur Seite ziehen. Brotscheiben kurz mit der flachen Seite in das aromatisierte Öl legen und in einer trockenen Pfanne von beiden Seiten goldbraun rösten…

Damit wünsch‘ ich euch verschneite, evtl. ja durch Geschmortes erwärmte, schöne Tage!

Michiko

(Danke, Thomas!)

Boeuf en daube à la provencale (geschmortes Rind, provenzalisch)

für 4 Personen
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  • 1 kg Rindfleisch zum Schmoren (bei mir war’s Bug)
Marinade
  • 4 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Bouquet Garni
  • 2 Nelken
  • 10 Pfefferkörner
  • 4 Wacholderbeeren
  • 1/4 Teel. Muskat
  • 750 ml Rotwein (aus der Provence bietet sich natürlich an, z.B. Côte du Rhône)
  • 50 ml Rotweinessig
  • Olivenöl
  • 150 gr. geräucherter Schweinespeck, in dünne, 4cm lange Streifen geschnitten
  • 2 Essl. Mehl
  • 2-3 Schalotten, grob gehackt
  • 3-4 Möhren, in 2cm große Stücke
  • 3-4 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
  • 1 guten Essl. Tomatenmark
  • 100 gr. schwarze Oliven
  • 2 Lorbeerblätter (wer mag 1 Zimtstange)
  • Orangenabrieb von 1 Orange
  • 2 Essl. Butter
Einen Tag vorher das Fleisch in ca. 5cm große Würfel schneiden.
Nelken, Pfeffer und Wacholderbeeren zusammen im Mörser etwas zerstoßen und mit dem geriebenen Muskat, den Kräutern, den grob gehackten Zwiebeln und Möhren und dem Fleisch in ein Gefäß geben. Mit dem Wein und Essig aufgießen und abgedeckt mind. 12 Std. kühl stellen.
Am nächsten Tag das Fleisch aus der Marinade nehmen, gut abtrocknen und den Rest durch ein Sieb abgießen, die Flüssigkeit dabei auffangen…ich sag’ euch, dass duftet schon herrlich. Die Kräuter und das Gemüse brauchen wir für dieses Gericht nicht mehr…
Das Fleisch in etwas Olivenöl (ich habe vorher noch den Fettrand vom Speck im Topf ausgelassen) rundherum scharf anbraten, den Speck dazu und nach 2, 3Minuten das Mehl darüberstreuen. Gut umrühren…bis alles vom Mehl bedeckt ist.
Tomatenmark dazu, salzen…nochmals umrühren und nun mit der Marinade-Flüssigkeit aufgießen. Schalotten, Möhren, Knoblauch, Oliven und Lorbeer dürfen jetzt auch mit rein…
Deckel drauf und das Ganze auf kleiner Flamme ca. 3-4 Stunden schmoren lassen (bei 150° im Ofen sollte es wohl auch gehen), bis das Fleisch butterzart ist… je nach Fleischart. Bei mir war es nach 3,5 Std. kurz vor dem Zerfall…
Daher habe ich das Fleisch rausgenommen und die Soße noch gut 15 min. einreduzieren lassen. Orangenzeste reingerieben,  mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die eiskalte Butter dazu und das dadurch sämige Sößchen ist fertig…In manchen Rezepten soll man die Marinade vor dem Schmoren einreduzieren, in anderen ist es gar nicht vorgesehen. Je nachdem, wie gebunden ihr eure Soße mögt…

 

 

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einfaches Pilzrisotto

Diesen (und den in Kürze folgenden) Artikel habe ich meinem werten Kollegen Thomas zu verdanken!

Danke, Thomas!

…denn auch wenn wir uns selbstverständlich während der Arbeitszeit ausschließlich über Dienstliches unterhalten, so ist auch hier die Ausnahme eine Bestätigung der Regel und ab und zu schleicht sich dann doch das ein oder andere private Wort ein…so letzte Woche…

…Da sitz‘ ich an meinem Schreibtisch und plötzlich! Ein Gedanke!

Ich schaue über die Monitore zu ihm rüber…

Er, anscheinend leicht verunsichert was los ist, schaut fragend zurück…

(…wohl noch voller Hoffnung, die folgenden Worte aus meinem Mund könnten von Arbeit, Fußball oder dem Wetter handeln…aber nein…)

Da sprudel ich schon los…

„Sag‘ mal, was gibt es denn bei euch zu Essen heute? Oder am Wochenende? Risotto?! Was für eins? Wie? Seit 5 Jahren nicht mehr gemacht? Oh? Hast du mir schonmal erzählt? sorry, wohl nur halb zugehört…ah, doch erinner mich…ach komm! Mit Fisch? Garnelen? Also bei mir ja fast nie…der Fabi, du weißt schon….nicht so Fisch…bläh, blubber, blubb… „

Zum Glück  ist Thomas auch ein Freund des guten Geschmacks (und zu Hause selbst Chef in der Küche), so dass sich just in diesem Moment, bei wiederholtem drüber Nachdenken und Lesen, mein schlechtes Gewissen bzgl. der Zuquatscherei schon wieder in Grenzen hält 😉

Egal!

…gequatscht, gedacht, getan…sah es dann heute mittag wie folgt aus:

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Endlich mal wieder ein schönes, einfaches Pilzrisotto! Warum einfach? Weil ich die „einfachen“ Pilze vom Markt genommen habe, keine getrockneten Steinpilze o.Ä.

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lediglich ein paar ganz und gar nicht saisonale, gezüchtete Seitlinge und Champignons (verzeiht 😉 )

Aber erstmal ein „Basis-Risotto“, wie ich es immer mache (nach Jamie Oliver), in gedünsteter  Zwiebel und Staudensellerie den Reis angeschwitzt…

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 Mit Wein ablöschen und die Pilze parallel anbraten…

Kellenweise Brühe dazu und unter ewigem Rühren verköcheln lassen…

Nach ca. 10 min. kommt der erste Teil Pilze hinzu, nach weiteren 10 min. rühren, rühren und rühren ist das Risotto so gut wie fertig…nur noch ein Stich Butter und ordentlich Parmesan unterheben, ziehen lassen…

12.011und es kann angerichtet werden! Die restlichen Pilze noch dazu…

Für die Frische sorgt ein wenig Zitronenabrieb…IMG_6621

und das war es dann auch schön…äh…schon! Ein cremiges, wohliges, leckeres Risotto…

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Einen schönen Sonntag! 🙂

(die)michiko

einfaches Pilzrisotto

für 2-3 Personen
 
  • 1 Essl. OlivenölIMG_6631-003
  • 2 Essl. Butter
  • 1 Zwiebel
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2-3 handvoll Risottoreis
  • 1 Glas Weißwein, Sekt oder Wermuth
  • 1-2 Liter gute Brühe (Gemüse oder Huhn)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 handvoll Parmesan
  • etwas Zitronenabrieb
 
  • 300 gr. Pilze, geputzt und klein geschnitten
  • 1 Teel. Thymian
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
 
1 Essl. Öl und 1 Essl. Butter in einem großem Topf erhitzen und darin die  fein gewürfelten, bzw. gehackten Zwiebel, Sellerie und Knoblauch bei mittlerer Hitze 10-15 min, glasig dünsten.
Die Pilze putzen und klein schneiden. Brühe in einem kleinen Topf erhitzen.
Den Risottoreis in den Topf mit den Zwiebeln geben und unter ständigem Rühren 2 min. bei stärkerer Hitze anschwitzen (bis das Korn am Rand leicht glasig wird). Mit Wein ablöschen. Wenn der Alkohol verkocht ist, es also nicht mehr nach Alkohol riecht, kellenweise die heiße Brühe hinzu und immer weiterrühren (je nach Intensität der Brühe kann eine gute Prise Salz nicht schaden, aber grundsätzlich je besser die Brühe…is‘ klar, oder?!).
Ihr müßt euch nun leider in Geduld üben und wirklich warten, bis eine Kelle ein-/vergekocht ist und dann erst die nächste dazu. Nur so und durch das ständige Rühren tritt die Stärke aus dem Korn und das Risotto bekommt die gewünscht cremige Konsistenz…rechnet mal bei der oben angegebenen Menge mit ca. 20 min. Rühren!
Parallel eine Pfanne stark erhitzen, einen guten Schuß Olivenöl rein und die Pilze darin anbraten. Achtet darauf, die Pfanne nicht zu “überfüllen”, sonst schmoren die Pilze mehr in ihrem Saft, als dass sie schön „kross“ werden. Lieber in mehreren Durchgängen braten. Thymian dazu und mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen.
Nach ca. 10 min. rühren kann 1/3 der Pilze schonmal mit in das Risotto gerührt werden. Solltet ihr doch noch Flüssigkeit in der Pfanne von den Pilzen haben, diese natürlich auch…
Nach weiteren 8-10 min könnt ihr anfangen die Konsistenz zu testen…ob das Korn an und für sich schon weich ist, aber noch einen leichten Biss hat, insgesamt alles schön cremig ist…
Ist das der Fall, kommt ein Essl. Butter ins fertige Risotto, eine handvoll Parmesan und nach kurzem Unterrühren ein Deckel auf den Topf, damit das Ganze 2 min. durchziehen kann.
Jetzt das Risotto auf Tellern anrichten, die restlichen Pilze oben drauf, etwas Zitronenabrieb drüber für die Frische, ein paar Tropen feines Olivenöl und wer mag, noch ein paar Späne Parmesan. Fertig ist ein absolutes Wohlfühlessen! Sofort servieren!
 
(Die Mengen-/Zeitangaben sind leider etwas vage, aber es ist so unterschiedlich, bei welcher Hitze das Risotto kocht, was für ein Risottoreis ihr habt…testet am besten immer wieder, wie hart das Korn noch ist und fügt dem entsprechend Brühe hinzu)

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Lavendel-Honig Eis

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten sie? dieMichiko!

Jaja, laaang ist es her…da habe ich hier mal gebloggt…

Dann kam die Baustelle, dann das Chaos, dann die Suche nach der Kamera, dann das Ding mit der Zeit und schon, ZACK! sind 4 Monate rum…

…“rum“ ist heute zum Glück auch die Unordnung hier zu großen Teilen und somit sind die Tore zum Bloggen wieder geöffent!!

Hach, und schön ist es…vor allem zu sehen und zu lesen, dass trotz der veralteten Artikel ihr immer wieder vorbeigeschaut habt…

Ich selbst auch! 🙂

…nämlich gestern, bei Steffi, einer lieben Imkerin und Freundin, die dieses Jahr mit Hilfe ihrer 2 geliebten Bienenvölker ihren ersten, herrlichen Honig geerntet hat.

Mit einem dicken Glas „Wackernheimer Sommerblütenhonig“ im Gepäck  bin ich direkt nach Hause  in die Küche gestiefelt, wo duftender Lavendel, heiße Milch und Sahne schon gewartet haben!

Zugegeben….

…es ist kalt draussen

und windig

und der Sommer ist lange rum,

…aber ich sage euch,

wenn es cremig ist und sahnig, und evtl. zu einem kleinen, warmen Küchlein,

geht Eis IMMER!!

Dieses Lavendel- Honig Eis  hat sogar irgendwie was…ja, man kann sagen „Gemütliches“…

…solltet ihr es mit der Lavendel-Dosierung nicht übertreiben…

Dann übertreibst doch lieber mit dem Honig! Bei „Honiglust“ könnt ihr euch selbst ein Bild von Steffi und ihren Bienen machen!

Ich überteibe es mal lieber nicht mit diesem  Artikel und wünsche euch noch einen schönen Sonntag Abend!

Auf bald und wieder öfter,

🙂

(die)Michiko

Lavendel-Honig-Eis

(Rezept, leicht abgewandelt, von  Thomas Kellermann)
für 4-6 Portionen
  • 250 ml Milch
  • 250 ml Sahne
  • 2-3 gr. Lavendelblüten
  • 6 Eigelb
  • 130 gr. Honig
  • etwas Zitronenabrieb
 
Und so wird’s gemacht:
Milch, Sahne, Lavendel kurz aufkochen, durch ein Sieb geben um die Blüten zu entfernen und die Milch-Sahne etwas abkühlen lassen, bevor sie zurück in den Topf kommt.
Eigelb und Honig dazugeben und “zur Rose abziehen”, sprich, unter ständigem Rühren mit dem Spatel vorsichtig so lange erhitzen, bis die Masse abbindet (bei 80°C)
Sie sollte so fest sein, dass sie nicht mehr vom Spatel fliesst.
Komplett abkühlen lassen und gefrieren. Ich habe dafür die Eismaschine genutzt, aber ihr könnt die Masse auch einfach in eine Form füllen und im Eisfach 3 Std. gefrieren lassen, alle 45 min. umrühren und letztendlich 10 min. vor dem Servieren antauen…

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Langsam gebratener Schweinebauch mit süßem Fenchelgemüse…

nochmal (zum laut mitlesen) 🙂

„Laaangsam, gebraaatener Schwaaaainebauch“

…(den Mund voluminös geöffnet beim Aussprechen)

dazu

„süüüßes Fenchelgemüüüüse“

… (hier bei der Aussprache auf verzückte spitze Lippen achten )

Schon beim reinen Lesen ziehen da bei mir die Geschmackswolken am Himmel vorbei…deftig aufgebäumte Wolkenbänder, davor spritzig, frische weiße Wölkchen…

Aber was red‘ ich hier von Wolken, schaut selbst:

Ihr wollt das auch? Sofort? Dann lass‘ ich jetzt mal den lieben Gerd  weitermachen…

(Da sich an meiner Küchensituation nicht wirklich etwas geändert hat, darf ich euch freundlicherweise dieses Gastrezept kredenzen…)

Vorhang auf!

LANGSAM GEBRATENER SCHWEINEBAUCH

MIT SÜSSEM

FENCHELGEMÜSE

 
Das Kernstück dieses Rezeptes aus meiner rheinischen Heimat ist das Bauchstück des „Alfterer Bio-Landschweines“. Diese Tiere leben artgerecht unter freiem Himmel, als Schweinerotte in der sehr landwirtschaftlich geprägten Region des Vorgebirges, direkt vor den Toren Kölns.
 
Schweinebauch wird immer noch stark unterschätzt, obwohl er ausgesprochen lecker ist. Man kann ihn in zentimeterdicke Scheiben schneiden und sehr schön knusprig grillen, aber für dieses Gericht wird er bei maximal 140 Grad mindestens 3 Stunden im Backofen gegart. Der dabei ebenfalls langsam gegarte Fenchel wird dabei herrlich süss, und ist ein wunderbarer Gegenpol zum deftigen Schweinefleisch.
 Zutaten für 6 Personen:
  •  2 KG Schweinebauch mit Rippchen und Schwarte, vorzugsweise aus Bio-Aufzucht
  • 2 Esslöffel Fenchelsamen, dazu grobes Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 4 Fenchelknollen, geputzt, in jeweils 6 Stücke zerlegt, das fedrige Grün zur Seite legen
  • 1 kleiner Bund Thymian, die Blätter abgezupft
  • 5 Knoblauchzehen ungeschält, (ich schäle sie immer)
  • Olivenoel und eine Flasche Weisswein
 Den Ofen auf maximale Temperatur, (250 Grad und mehr) vorheizen. Die Schwarte des Schweinebauchs mit einem sehr scharfen Messer einschneiden.

 In einem Mörser die Fenchelsamen mit einem Esslöffel groben Meersalz zu Pulver zerstoßen, und in die Einschnitte der Schwarte einmassieren. In einem Bräter die Fenchelstücke mit dem Thymian, dem Knoblauch, mehreren kräftigen Spritzern Olivenoel sowie Salz und Pfeffer vermischen.

Das Fleisch mit der Schwarte nach oben darauflegen und in den heißen Ofen geben. 
 
Nach 10 Minuten die Temperatur auf 140 Grad reduzieren, und das Fleisch eine Stunde weiterbraten. Die anfangs sehr starke Hitze lässt die Schwarte gleich schön kross werden. Es kann nun in aller Ruhe garen.
 
Nach einer Stunde den Braten aus dem Ofen nehmen, eventuell Fett abschöpfen, den Wein angießen und alles noch einmal für eine Stunde in den Ofen schieben. Es ist auch möglich den Wein innerhalb dieser Stunde nach und nach anzugießen, wichtig ist, dass der Fenchel während dieser Stunde im Wein liegt.
 
 Danach den Fenchel in eine Schüssel umfüllen und warm stellen. Das Fleisch kommt nun solo für eine dritte Stunde in den Ofen. Falls nötig noch etwas Wein dazugeben, damit noch etwas Bratensauce entsteht. Das Fleisch ist fertig, wenn die Seite der Kruste goldbraun, die Oberseite dunkelbraun und knusprig ist. Die Kruste wird durch das lange Garen sehr kross, und zerplatzt beim Essen regelrecht.
 
 Den Braten aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten ruhen lassen. Danach in große Stücke schneiden, mit dem Fenchelgrün bestreuen und gemeinsam mit Bratensauce und dem warm gehaltenen süßen Fenchelgemüse servieren.
 
Dazu passt natürlich ganz hervorragend ein leckeres Kölsch, z.B. Mühlenkölsch der Brauerei Malzmühle die in der Kölner Innenstadt seit Jahrhunderten Bier produziert.
 
 Hier in Rheinland-Pfalz bzw. Rheinhessen empfehle ich den schon zum Kochen verwendeten Grauburgunder des Weingutes Wagner in Essenheim. Aus der Produktlinie Jean gibt es neben diesem bereits oft prämierten Wein noch einen sehr fruchtigen Weißburgunger. Beide Weine sind eine ideale Ergänzung zu diesem sehr bodenständigen Essen.
 Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.
 
Sommer 2012
GERD

Der Vorhang fällt…

Danke, Gerd! 🙂

…und weil es einfach zu schön ist, hier nochmal:

 
Auf bald und bis dahin euch nur das Beste!
 
(die)michiko
 

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Küchenpause…

Ihr Lieben,

nicht, dass ihr denkt, die Kochererei hat ein Ende…zumindest nicht der Wille…nur die momentanen Möglichkeiten…leider…und so auch mein Geschreibsel dazu…

Denn, und da bleibt mir nur ein Seufzen, bzw. Schluchzen, denn DASBild

ist (kein Scherz) unsere Küche!

Deckenbalken von 1896 möchten raus, Neue nächste Woche rein und, und und…da wird Nervenstärke getestet (ich bin gespannt, haha)

Und dann habe ich noch die Grillbilder zum Posten nicht schnell genug gespeichert, Fabi dafür umso schneller die Karte aus der Kamera formatiert und da ohne Bilder kein Rezept…kein Rezept.

Aber keine Sorge, sobald sich die Sicht hier verbessert und der Staub sich gelegt hat, seid ihr die Ersten, die davon erfahren!

Habt ihr denn solange ein paar gute Baustellen-Rezepte für mich? Ich freu‘ mich drauf!

Mit lieben Grüße,

(die)michiko

PS: Und bei allem Stress sei gesagt: Für eine Kochwütige eine Küche zu planen…omg! Love it! 🙂

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Marmorkuchen

Wer kennt sie nicht, diese Rezeptetitel… „bester Käsekuchen“, „perfekte Apfeltarte“, „unschlagbarer Erdbeerkuchen“…

Natürlich habe auch ich den Anspruch mind. einen der besten Kuchen zu backen, wenn schon nicht den Weltbesten…und was kommt einem dabei immer wieder in die Quere? Der Geschmack!

Wie wir ja alle wissen…die Geschmäcker sind verschieden und das ist, wenn ich den „großen Food-Diktator“ heute mal im Schrank lasse 😉 , auch gut so, …stellt es einen doch immer wieder vor die spannende, ehrgeizige Aufgabe, unterschiedlichste Leudde mit ein und demselben Rezept glücklich zu machen!

Eine besondere Herausforderung sind für mich „Kuchenklassiker“. Das Problem dabei liegt auf der Hand. „Klassiker“, sprich‘ jeder kennt sie und hat seine, ganz persönliche perfekte Form, Konsistenz und den passenden Geschmack dazu. So auch meine lieben Kollegen…

Vor Gericht stand: Marmorkuchen

Doch so „schlicht“ ist der Kuchen natürlich nicht geblieben…Kuvertüre, bitte!

Und das passende Ambiente?

Die gute, alte „Kuchentafel“… dazu ein 60er Jahre-Freeware-Fotofilter für den Gelbstich, et voilà!

Da freut sich die Großmutter…von nämlich genau einer solchen, um genauer zu sein einer ominösen (bestimmt sehr liebenswerten) „Oma Frieda“ aus dem Internet, stammt das Rezept.

6 geschlagene Eiweiß machen den Kuchen sehr fluffig, „sponge“ig, fast schon wie japanischer Kasutera Kuchen (sollte der euch nicht bekannt sein, Rezept folgt in Kürze)… nicht so sandig (zur Info für den „krümeligen Kuchentyp“ , der wohl eher ein Rezept mit Speisestärke bevorzugen würde…) … aber nicht matschig…

… oh man, langsam verstehe ich die Gourmets mit ihren „seltsamen“ Beschreibungen für Geschmack und Konsistenz… 😉

Aber was quatsch‘ ich rum…

Nachbacken!

Denn trotz aller verschiedener Geschmäcker, das einstimmige Urteil meiner Be“backten“ und damit Richter:

Ein Lächeln  im Gesicht, dazu ein „Hmmmmm, schmatz, lecker…“ mit vollem Munde.

Klingt nach Freispruch… 🙂

(die)michiko

Marmorkuchen

für eine 26cm Kuchenform
 
  • 200 gr. sehr weiche Butter
  • 160 gr. Zucker
  • 10 gr. Vanillezucker
  • etwas Zitronenzeste
  • 1 Essl. Rum
  • 6 Eigelb
  • 120 gr. Zucker
  • Prise Salz
  • 6 Eiweiß
  • 280 gr. Mehl
  • 7 gr. Backpulver
  • 100 ml Milch
  • 20 gr. Kakao
  • Kuvertüre oder Puderzucker
Ofen auf 150-160°C (Umluft) vorheizen. Backform einfetten und mehlen.
Die ersten 5 Zutaten sehr schaumig aufschlagen, bis eine weiße, cremige Masse entstanden ist. Die Eigelb einzeln dazugeben und fleißig weiterrühren.
6 Eiweiß mit dem Salz halbfest schlagen, dann die 120 gr. Zucker reinrieseln lassen und weitermachen, bis das Eiweiß  steif ist.
Mehl mit Backpulver vermischen, Milch leicht erwärmen.
Nun etwas Mehl, bissl Milch und einen dicken Schlag Eiweiß auf die Buttermasse geben und mit einem Holzlöffel unterheben. Das Ganze wiederholen, bis alle Komponenten zu einem schönen, cremigen Teig geworden ist.
Den Teig teilen und in die eine Hälfte das Kakaopulver untermischen.
In die Kuchenform füllen, erst den hellen Teig, dann den dunklen. Möchte man so ein Zebra-Muster haben:
3 Essl. hellen Teig in die Mitte der Kuchenform geben, 3 Dunkle mittig obendrauf und immer so weiter…Der Teig verteilt sich dann gleichmäßig und man erhält das schöne Muster.
Im Ofen ca. 55 min. hell backen. Nach bestandener Stäbchen-Garprobe auskühlen lassen und einfach mit Puderzucker bestreuen und servieren, oder mit Kuvertüre überziehen.
… Sahne dazu? Gäbe es bei der Oma bestimmt und die könnte sich ja wohl kaum irren?
 

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Soba (Buchweizennudeln) mit Gemüse und Miso-Dressing

Makrobiotik…schwebt durch den Raum…

Vielleicht ein bislang unbekanntes Lied der „Beastie Boys“ (R.I.P, Adam Yauch)?

Nee, nur eine, für manche seltsam, anmutende Lebens- und Ernährungsweise…

Jip, nur, dass sie nicht wirklich seltsam ist…vielleicht sind die ein oder anderen Lebensmittel dabei ungewöhnlich, aber ich denke, bis auf ihre Bezeichnung (und dem ursprünglichen Irrglauben, alle Krankheiten heilen zu können) ist da sonst nix bei, wenn…

…man ein Freund der asiatischen Küche ist, gute Ernährung als Glück und damit strebsam ansieht, Vollkorngetreide mag, natürlich belassene Lebensmittel schätzt, sowie regionale und saisonalen Produkte verwendt…und und und (die allg. Lebensweise dabei mal ganz vernachlässigt…) 😉

Ich zumindest steh‘ auf Miso, Saaten und Ingwer…

und damit auf das heutige „makrobiotischem Rezept“!

Dafür erstmal saisonale, regionale Gemüse vom Markt besorgt…

Möhren, Gurken und Frühlingszwiebeln aus der Pfalz…fein geschnitten auf kalte Buchweizennudeln…

noch ein Dressing aus Miso, Su, Ingwer und Sesam dazu und es ist angerichtet…

Soba-Salat

…den Mais auf den Bildern hatte ich übrig und gehört eigentlich nicht mit in den Salat …oder  zu meinem Geschmack, daher  bitte wegdenken…oder im Geiste schwärzen… 😉

Soviel Makrobiotik für heute…oder nicht…vielleicht ist das Rezept auch nicht wirklich makrobiotisch, aber auf jeden Fall schmeckt’s mir

Intergalactic Planetary Planetary Intergalactic … Another Dimension…“

Liebe Grüße,

(die)michiko

kalte Soba mit Gemüse und Miso-Dressing

 für 2 Portionen

 
  • 150 gr. Soba (Buchweizennudeln)
  • 1 Möhre
  • 1/4 Gurke
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Teel. Miso-Paste
  • 2 Teel. Su (Reisessig)
  • ca. 1 Teel. geriebenen Ingwer
  • 2 Teel. Sesamkörner
  • 1 Essl. Sojasauce
Das Gemüse in  sehr feine Streifen streifen.
Miso, Su (es geht auch Apfelessig), Ingwer (Menge kann auch reduziert werden) und Sesamkörner (weiße sind angenehmer, wenn ihr gerade Schwarze da habt, die gehen auch, wie man sieht…) verrühren, mit 3-4 Essl. Wasser zu verdünnen.
Die Soba kochen, ohne Salz im Wasser (!) , was auch immer auf der Packung stehen mag. Sofort kalt abschrecken.
Mit dem Gemüse und Dressing vermischen, noch 1Essl. Sojasauce drüber, bei Bedarf etwas Sesamöl und zur Deko noch einige Sesamkörner extra.
Sofort servieren, die Soba ändern sonst ihre Konsistenz in Verbindung mit dem Dressing…

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Spargelsalat mit Parmesan

Vatertag…

Da wird gehobelt, da fallen Späne…also Leinen los, ihr „Männer“   Hohoho…Herrentour!

…klingt albern, spießig, konservativ?

Ist ja nischte ernst gemeint (jaaa, und auch nicht witzig, ich weiß… 😉 ) nur mein „Übergang“ für heute, denn bei mir wird doch auch gehobelt…Gemüse! 😀

Gesund, wunderschön…

und ROH!

Spargelsalat mit Parmesan! 

Der Salat schmeckt nach purem Frühling und passt wunderbar zu Gegrilltem…

So, das mußte ich nur kurz loswerden.

😀

Liebe Grüße,

(die)michiko

Spargelsalat mit Parmesan

für 4 Portionen
 
  • 500gr. grüner Spargel
  • 1/2 Zitrone (3 Essl. Saft, etwas Zeste)
  • 2 Essl. Olivenöl
  • 1/2 Teel. Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Parmesan, Peperoncini
 
Zuerst ran an die “Späne”!
Die Spargelstangen auf ein flaches Brett legen und von unten nach oben, Spargelende zum Kopf, mit einem Schäler dünne Streifen runterhobeln, dabei den Ersten, sprich die Schale, nicht benutzen.
 
Öl, Zitrone, Salz und Pfeffer zusammenmixen.
 
Das fertige Dressing mit den Spargelstreifen vermischen, Parmesan drüberhobeln und ein paar Peperoncini-Flakes dazu. Fertig! Lässt sich gut vorbereiten und hält sich im Kühlschrank.
 

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Detox-Lauchsuppe

Neulich im Keller…

„Öh!“ (Ausdruck des Erstaunens…)

stoß‘ ich doch zufällig auf die hier: „Hole-Live through this“

Ewig nicht mehr gehört, wird das Album direkt aufgelegt…

(mal mithören/schauen?…)

Ach ja…die Sache mit der Musik…da langt oft eine Textzeile, ein prägnanter Akkord und man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt…in meinem Fall in vermeindlich wilde Zeiten, zumindest aus damaliger Sicht…höhö…würde ich sie heute wohl eher als einen „süßen Versuch der pubertären Rebellion“ bezeichnen…

Aber was fand ich die olle Courtney Love auch verrückt…und inspirierend!

Eigentlich sollte ich jetzt den kaputt gerissenen Pullover auspacken, Haare zerzauseln und mich unanständig benehmen…

stattdessen…

Gibt’s doch glatt ’nen „In Memory of Courtney’s Good Old Drug-Queen Days“ Detox-Tag! Lauchsuppe!

(So ändern sich die Zeiten… 😉 )

Dazu einfach 4 Stangen Lauch gründlich waschen,

klein schneiden und in ca. 2 Liter Wasser, 1 Teel. Salz ,30 min. köcheln lassen

mit einem Tröpfchen Olivenöl, ’ner Prise Salz, einem Spritzer Zitrone

über den Tag verteilt essen,

dazu die Suppe und viel Wasser trinken

 und schon seit ihr ge“detoxt“ für heute… 😉

Logisch, oder? Ich mein,

Lauch enthält unter anderem Vitamin CVitamin K und Folsäure sowie die Mineralstoffe KaliumCalciumMagnesium und die Spurenelemente Eisen und Mangan. Die antioxidativ und antibakteriell wirkende Schwefelverbindung Allicin, die aus Alliin und dem katalysierenden Enzym Allinase entsteht, verursacht den intensiven Geruch und Geschmack von Lauch (Quelle: Wikipedia)

Soviel dazu…vielleicht find‘ ich ja die Tage noch andere musikalische „Schätze“ und damit Ideen für Rezepte…

bis dahin einen schönen Sonntag und lieben Gruß!

(die)michiko

Und ihr Muddis, ihr lasst euch natürlich, bei allem Entgiften, den Kuchen heute doppelt so gut schmecken…liebe Grüße!

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Lachs-Stulle mit Sauerrahm-Dill Dip

Solltet ihr gerade Appetit auf Fisch, Brot und Sauerrahm haben…

Eine kleine Inspiration…

Tada!…frisches Brot, belegt mit ge“dilltem“ Sauerrahm und geräuchertem Wildlachs!

Ursprünglich wollte ich ja ein Rezept posten und war bis eben noch der festen Meinung, es gäbe „Rote Bete Nockerln mit Lachs und Saurer Sahne“…

Der aufmerksame Leser bemerkt den Konjunktiv an dieser Stelle? Jaaha, genau…Konjunktiv II, Irrealis…

Denn…nischte mit Nockerln! Dafür Kochwasser mit, zugegeben hübschen, roten Bröseln…Tja.

Da leider weder Zeit, noch die Ruhe ist, weiter zu experimentieren,  gibt es dann halt Stullen mit Sauerrahm und Lachs. Wenn auch kein Rezept und damit eigentlich Artikel unwürdig, bleibt’s lecker!

… vielleicht habt ihr ja zumindest nun eine Idee, was ihr euch kochen mögt…oder freut euch, dass es bei euch einen herrlichen Braten mit Gemüse und Getüddel und und und gibt…und eben nicht ne herkömmliche Stulle…

Whatever, me Julie…ich teste später weiter und backe bis dahin mal ein bissl…ab morgen bin ich wieder Krankenschwester und da lässt eine Bestechungstorte die Schwestern-Klingel vielleicht etwas länger schweigen… 😉

Liebe Grüße,

(die)michiko

PS: Fragen zum Dip? Einfach Sauerrahm, wer hat in gleicher Menge Joghurt, mit Zitronensaft, ordentlich viel frischem Dill, Salz und Pfeffer würzen…fertig! (Bissl Chiliflocken oder frischer Knoblauch mit rein?)

Passt auch gut zu:

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Rote Bete und Sauerkrautauflauf


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Ein Kommentar

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